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Gunboat-Webmailer: http://www.ludomaniac.de/gunboat/


Zar Alexander I   Russland
Martin Behal
Titan KahnDeutschland   Lucas Mayer
KaiserschmarrnÖsterreichJörg Weiß
Guill O. TineFrankreich
Stefan Zeller
EdwardEnglandIgor Kurt
Der Italiener     ItalienStefan Grube
Poldi Türkei
Jan Steyer
Stefan Unger
Dompteur


ZAT: nie wieder ZAT

übernächster ZAT: --------------






France:
F Baltic Sea Hold
F Barents Sea Hold
A Bohemia - Galicia (*Bounce*)
F English Channel Supports F Mid-Atlantic Ocean
A Gascony, no move received
F Gulf of Bothnia Hold
A Kiel Hold
A Livonia - Warsaw
A Marseilles, no move received
F Mid-Atlantic Ocean Hold
A Munich Supports A Piedmont - Tyrolia
A Piedmont - Tyrolia (*Disbanded*)
F Portugal Supports F Spain(sc)
A Prussia Supports A Livonia - Warsaw
A Silesia Supports A Livonia - Warsaw
F Spain(sc) Hold
A St Petersburg - Moscow (*Bounce*)

Italy:
F Apulia - Naples
A Budapest - Galicia (*Bounce*)
A Galicia - Warsaw (*Fails*)
F Gulf of Lyon Supports F Tuscany - Piedmont
F Tuscany - Piedmont
A Tyrolia Hold
A Venice Supports A Tyrolia
A Vienna Supports A Tyrolia

Turkey:
F Ionian Sea Supports F Tyrrhenian Sea
A Moscow - Livonia
F North Africa - Mid-Atlantic Ocean (*Fails*)
A Rumania - Sevastopol (*Fails*)
A Sevastopol - Moscow (*Bounce*)
F Tyrrhenian Sea Supports F Tuscany - Piedmont (*Fails*)
A Ukraine Supports A Galicia - Warsaw
F Western Mediterranean - Spain(sc) (*Fails*)



190019011902190319041905190619071908190919101911191219131914
Deutschland    
3566556754220
Frankreich
3567111191013141616161718
Österreich
3310
Italien
345666666667887
England
3442110
Türkei
3567779109998999
Russland
46664441111110


EoG-Statement von Russland:

Vorweg möchte ich sagen, dass ich es sehr reizvoll fand, wieder einmal eine Gunboat-Partie zu spielen. Dies unter anderem auch deshalb, weil ich speziell bei Ludo doch die Erfahrung gemacht habe, dass persönliche Bekanntschaften oftmals (auch entgegen strategischer Sinnhaftigkeit und Logik) zu Allianzen führten. Bei Gunboat kann man hingegen munter drauf los spielen, ohne sich Gedanken um das Gegenüber (oder seine Bekanntheit) machen zu müssen...

Weiters möchte ich sagen, dass ich selten so viel Spaß an einer Partie hatte, zumal wirklich alle Beteiligten kommunikativ waren und es sehr viele diplomatische Wendungen gab. Dieses Spiel war aber auch eine der großen Enttäuschungen: Immer dann, wenn ich glaubte, eine Trendumkehr geschafft zu haben und den letzten Schalg doch wegstecken zu können, sauste erneut das Fallbeil auf mich herab. Selten war eine Partie ein derartiges wechselbad der Gefühles, ein ständiges auf und nieder...

Ich hatte noch nie ein Juggernaut gespielt, die Theorie klang jedoch vielversprechend und so legte ich anfangs auch meine diplomatischen Versuche dahingehend an. Entgegen kam mir, dass der Türke sehr kommunikativ war und ich mit ihm rasch konkrete Pläne schmieden konnte. Der Österreicher hingegen vernachlässigte die Kommunikation mir gegenüber derart, dass ich von Anfang an nie an eine Kooperation dachte.

Da glücklicherweise auch Deutschland sehr an einem friedvollen Zusammen interessiert war, schien alles auf Schiene: Dank Deutschlands Bündnistreue bekam ich Schweden, Österreich stagnierte, was nicht zuletzt darauf zurückzuführen war, dass ich ein österreichisches Selbstbounce in Bud verhinderte, indem ich ihn selbst nach Bud unterstützte.

Dann fingen aber die Probleme an, ich machte einen verhängnisvollen Aufbau, der mich bis an meine Eliminierung verfolgen sollte: Zwar sah der langfristige Plan durchaus einen Angriff auf England vor, doch die F StP/n habe ich auch aufgebaut, um Deutschland zu beruhigen und das amikale Nebeneinander trotz nunmehr offensichtlichen Juggernaut aufrecht zu erhalten. Leider war das Gegenteil der Fall: Deutschland misstraute mir auf einmal und arrangierte sich mit England, ich selbst wurde aus Schweden (zudem mir Deutschland noch im Vorjahr verholfen hatte!) vertrieben.

In Gesprächen mit Deutschland hat sich herauskristallisiert, dass es letztlich die Angst Deutschlands vor dem Juggernaut war, die zu dieser Trendwende geführt hat. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt jedoch keineswes vor Deutschland anzugreifen. Zudem möchte ich klarstellen, dass für mich der Juggernaut ein Bündnis wie jedes andere ist. Es ist weder kraftvoller noch schächer als EF, FD, ED, AR, etc... Die panische Angst die viele Spieler davor haben ist mE unbegründet.

Zu den Problemen im Norden kamen Probleme mit meinem türkischen Verbündeten: Da ich schwächelte hielt er mich offenbar nicht mehr für einen nützlichen Verbündeten und knöpfte mir Sev ab. Just zu diesem Zeitpunkt wäre mir im Norden die Eroberung Norwegens gelungen, durch den damit gewonnen Aufbau hätte ich eine stabile Frontlinie gegen Deutschland und England errichten können. Ohne den Verlust von Sev wäre meines Erachtens der Juggernaut wieder auf Schiene gewesen und unser beider Expansion nach Westen hätte wieder an Fahrt gewonnen. Doch leider erwies sich der Türke als stur. Er wich keinen Jota mehr und fiel mir in den ungeschützten Rücken, ließ dadurch sogar Italien am Balkan Fuß fassen...

1904 hatte ich bereits alle südlichen Gebiete verloren, im Norden gab es einen Stellungskampf mit Deutschland. Die Situation war niederschmetternd, aber nicht aussichtslos: Frankreich wuchs im Westen unaufhörlich, solange der Franzose aber mit Deutschland verbündet war, schienen meine Tage gezählt. Also versuchte ich die Angst des deutschen vor einem französischen stab zu schüren.

Und siehe da, ich war erfolgreich: Anfang 1905 schien sich alles zum Guten zu wenden: Deutschland zog seine Truppen aus dem Osten ab, mit ihm akkordiert drangen meine Flotten Richtung der britischen Inseln vor. Wir beide profitierten, ich eroberte Edi, Deutschland stabilisierte seine neu entstandene Front gegen Frankreich, die ohne mich rasch zusammengebrochen wäre.

Doch das kurze Hoch dauerte nur ein Jahr. Für mich vollkommen unverständlich verriet mich Deutschland in dieser Situation und bewegte seine Einheiten plötzlich wieder ostwärts. Seine westlichen Zentren ließ er ungeschützt, um mich ins Verderben zu jagen- außer Acht lassen, dass dies auch sein eigenes Verderben war...

Dieses "Umdrehen" Deutschlands war mE spielentscheidend, denn ohne diesen Selbstmord Deutschland hätte es kein farnzösisches Solo gegeben. Es muss eine diplomatische Ausnahmeleistung Frankreichs gewesen sein, Deutschland davon zu überzeugen, die westlichen Zentren inmitten eines deutsch-französischen Krieges unbewacht zu lassen und stattdessen mit Mann und Maus gegen das verbündete Russland zu marschieren....

Ich mobilisierte alle diplomatischen Kräfte, versuchte Italien und die Türkei zu überzeugen, dass Frankreich vor dem Solo stand, doch ich war nicht erfolgreich: Die Türkei war zu gierig um gemeinsam zu versuchen ein stalement zu erreichen. Der Türke nahm Moskau und damit in Kauf, dass meine Front komplett kollabierte. Damit war aber auch der Weg zum französischen Solo endgültig frei...

Als Frankreich dann endlich Deutschland stabbte, war es für mich zu spät, meine letzte Einheit, eine Flotte an der Nordküste St. Petersburgs, konnte am Kontinent nicht eingreifen und war im Norden den anrückenden Franzosen auf Gedeih und Verderb ausgeliefert.

Als französischer Vasall konnte ich StP bis 1913 halten. Bis zuletzt hatte ich die Hoffnung, dass Italien und die Türkei einsehen würden, dass ein französisches StP auch ein französisches Solo bedeuten würde. Ich appellierte daher an deren Vernunft und hoffte, selbst in ein DIAS involviert zu werden. Doch vor allem die Türkei wollte kurzsichtigerweise kein DIAS akzeptieren - die Rechnung bekamen die anderen Nationen schließlich mit dem französischen Solo präsentiert...

Abschließend möchte ich Frankreich zu einer diplomatischen Meisterleistung gratulieren. Wie der Franzose Deutschland benutzt hat und es ihm zwei Mal gelungen ist, Deutschland entgegen offensichtlicher Intentionen gegen Russland aufzubringen war phänomenal, vor allem, wenn man bedenkt, dass so Frankreich beim ersten Mal die gesamten britischen Inseln bekommen hat, dass zweite Mal Deutschland selbst am Präsentierteller bekam.

Last but not least gilt natürlich auch Stefan mein Dank fürs Spielleiten...

Ich hoffe, bald wieder mal in so einer aufregenden Partei zu sein,

Zar Alexander I.



Türkei

Hallo!

Einen End-of-Game-Bericht zu schreiben, fällt mir etwas schwer, weil auf der Homepage die einzelnen Auswertungskarten nicht vorliegen. Aber ich werde mal mein Bestes versuchen und aus dem Schriftverkehr sowie meiner Erinnerung die Partie aus meiner Sicht zusammenfassen.

England:
Mit England gab es kaum Austausch, auch kaum Rückmeldungen. England hatte sich diplomatisch und militärisch offenbar ziemlich verrannt. Ich hatte mehrmals versucht, England zu einem Bündnis mit Rußland oder Deutschland zu animieren. England ist letztlich am Mangel an echten Bündnispartnern langsam verhungert.

Österreich:
Österreich hatte sich schon im ersten Spieljahr in arge Problem verstrickt. So kam es auch zügig zu einem relativ lange anhaltenden türkisch-russischen Bündnis. Österreich, so mein Eindruck, hatte dann auch schnell innerlich aufgegeben. Gestaltungsmacht auf dem Balkan hatte Österreich jedenfalls keine mehr.

Deutschland:
Deutschland hatte sich schon im Dezember in eine diplomatische Sackgasse gespielt und einen Angriff auf Rußland gefahren, immer mit der Gefahr eines französischen Stabs. Im Februar erfolgte dann der französische Stab (übrigens auch gegen Italien), worauf Deutschland wieder eine diplomatische Kehrtwende hinlegte, im April dann allerdings neuerlich umschwenkte - und letztlich nach Osten getrieben und zerrieben wurde. Warum Deutschland diplomatisch so ins Hintertreffen geriet, vermag ich mit den mir vorliegenden Infos nicht zu sagen, aber wirkliche Alternativangebote (z.B. aus Rußland) hat Deutschland nicht angenommen; es wurde schnell zum Spielball Frankreichs.
An Deutschland schrieb ich am 05.12.: "Erst knickt Österreich weg und jetzt spielt sich auch noch Deutschland um Kopf und Kragen und wird als Sandwichgurke zwischen Frankreich und Rußland enden. Ist das hier Diplomacy oder "alle gegen die Mittelmächte"? Dann kann ich auch gleich Axis and Allies spielen ..."
Am 17.12. ging folgende Nachricht an Deutschland: "Jetzt geht es wohl volle Breitseite gegen Rußland, oder? Hattest Du jedenfalls angekündigt. Aber ich sagte ja: Das wird ein Schuß in den Ofen! Jeder Schritt gen Osten wird von Frankreich, das schon in Lauerstellung steht, aufmerksam beobachtet. [...] Auch Deutschland wird irgendwann einsehen, daß der eingeschlagene Pfad in einer Sackgasse endet."
Am 23.02. an Deutschland nach dem 1. französischen Stab: "War doch klar, daß Frankreich stabben wird, entweder Dich oder Italien. Daß Frankreich gleich beide gestabbt hat, zeigt doch nur, wie einfach ihr beide es ihm gemacht habt. *kopfschüttel*"
Am 09.05. kabelte ich an Italien: "Deutschland fliegt diese Runde auseinander, der Deutsche kann sich alleine nicht in Mitteleuropa halten. Unsere Aufgabe kann es nur noch sein, WAR und MOS schnellstmöglich zu sichern."
... damit ist eigentlich schon alles zu Deutschland gesagt.

R:
Nachdem sich Österreich schon im 1. Spieljahr um Kopf und Kragen gespielt hatte, stand einem türkisch-russischen Bündnis nichts mehr im Wege. Leider wirkt solch eine Konstellation auf die anderen Nationen regelmäßig als rotes Tuch, sprich: Juggernaut-Gerüchte. Die konnten wir leider nicht zerstreuen. Am 16.01. schrieb ich an Rußland: "Fazit: Wir beiden sind gerade die Maintargets in dieser Spielphase." Da hat Frankreich sicher auch kräftig Stimmung gemacht. Wir haben dann zusammen "gegen den Rest der Welt" unsere Position ganz gut gehalten. Als dann Rußland später schwächelte, hab ich das Bündnis einseitig aufgekündigt und entsprechend russischen Raum eingenommen. Rußland hatte dann letztlich die elende Situation, mit einer vereinsamten Flotte in STP zu stehen und letztlich nur noch auf den Gnadenschuß zu warten.

F:
Frankreich hat sein Ding im Westen optimal durchgezogen. Einfluß konnte ich als Türkei da auch indirekt kaum nehmen. Dadurch, daß Italien lange Zeit eng mit Frankreich kooperierte und auch Deutschland auf die französische Karte setzte, waren mir in Hinblick auf Frankreich sowieso weitgehend die Hände gebunden. Ich hatte zwar stets Kommunikationsaustausch mit Frankreich, aber darin wurde selten etwas Substantielles besprochen. Ab einem bestimmten Zeitpunkt (zeitgleicher Stab auf Frankreich und Italien in einer Herbstrunde) war klar, daß ein französisches Solo droht. Deswegen gab es dann auch mit Frankreich nicht mehr viel zu besprechen. Zum Abschluß ging es nur noch darum, Frankreich zum Einmarsch in STP zu bewegen, um ein 3er-Draw hinzubekommen. - Doch dann erfolgte ein völlig unnötiger Zug und eine absurde Blockadehaltung Italiens, dazu gleich mehr.
Frankreich hat von allen Nationen die stärkste Performance abgeliefert und sich den Sieg auch wirklich verdient.

I:
Oooh, Italien! Hier hat die persönliche "Chemie" von Beginn an nicht gestimmt. Die Stimmung war - unabhängig von der jeweiligen Kartensituation! - immer sehr angespannt, polemisch und emotional aufgeladen. Zuerst hat Italien sich zum Vasallen Frankreichs degradiert und mich in EAST blockiert. Ich dokumentiere mal auszugsweise ein paar Statements, um klarzumachen, wie sich unsere Kommunikation total verfahren hatte.
Ende November/Anfang Dezember 2008 liefen unsere Verhandlungen völlig gegen die Wand, auf Anfragen wurde ausgewichen. Am 17.12. erklärte Italien: "Ich dachte, du redest nicht mehr mit mir? Zieh deine Flotten zurück, sonst schenke ich an Frankreich ab." Im Gegenzug erklärte ich am 18.12.: "Ja, schenk mal bitte recht viel an Frankreich ab! Je mehr VZ Du an Frankreich verlierst, desto mehr mußt Du abbauen, desto leichter hab ich es dann." Die Situation ist dann intern weiter eskaliert. Am 19.01. war dann aus meiner Sicht der Peak of Escalation erreicht. In dieser Situation, als wieder einmal von Italien eine Schuldfrage präsentiert wurde, schrieb ich resigniert an meinen italienischen Nachbarn:
"Hallo! Was bist denn Du für ein Vogel? Was hat denn das jetzt mit einer Schuldfrage zu tun??? (Schuld woran??)
Ich will mich nicht mit Schuldzuweisungen beschäftigen, sondern mit Lösungsansätzen. Wenn Du Schuldfragen klären willst, werd Zivilrichter oder besorg Dir "ne Schwiegermutter - die sind beide sicher immer eine gute Adresse, wenn es um Schuldfragen geht. ;)
Unser Kommunikationsverhältnis scheint von Beginn an an irgendetwas zu kränkeln. Ich hab den Eindruck, daß ich mit meinen Vorschlägen und Anregungen gar nicht bei Dir durchdringe und wenn, dann scheinen die Vorschläge, so kommt es mir vor, schon irgendwie durch einen Filter bei Dir gesiebt in anderer Form angekommen. Ich hab ja schon ganz verschiedene Anläufe versucht, aber irgendwie komme ich beim Herstellen von echter Kommunikation zwischen uns nicht wirklich weiter. Und das führt bei mir mittlerweile schon dazu, daß sich ein gewisser Frust bei mir breit macht.
Also was ist denn das - offenbar emotionale - Problem zwischen uns beiden, die wir uns ja nicht einmal kennen? Erinnere ich Dich mit meiner Schreibe oder Argumentation an irgendwen, den/die Du nicht magst? Oder sind es einzelne Worte oder Formulierungen, die Dir übel aufstoßen?
Was kann ich machen, was können wir tun, um (jenseits von allem Inhaltlichen) mal eine gelungene Kommunikation hinzubekommen?"
Wir haben unsere Kommunikation aber nicht verbessern können und vom 19.01. bis zum 07.03. fand sogar gar keine (nada!!!) Kommunikation mehr zwischen uns statt.
Am 26.02. mailte ich an Rußland und Deutschland: "Also: Die Türkei pflegt keine direkten, diplomatischen Beziehungen mehr zu Italien. Italien hat sich mit seinem Auftreten derart daneben benommen, daß aus türkischer Sicht auch keine Veranlassung besteht, wieder in Gespräche einzutreten. Offenbar sieht Italien das ebenso, denn seit dem 19.01. gab es auch von Italien keinerlei an die Türkei gerichtete Nachrichten mehr.
So gesehen wäre es für die Türkei ein Tag der Freude, wenn die italienische Regierung endlich das Zeitliche segnet."
Das war also die damalige Stimmung. Anfang März kam es, aufgrund des französischen Vorrückens zu einem neuerlichen Verständigungsversuch zwischen Italien und der Türkei. Die atmosphärischen Probleme blieben jedoch bis zum Ende der Partie bestehen. Während ich dann WAR und MOS einnahm, führte Italien zeitgleich einen (selbstverständlich unabgesprochenen) Angriff auf mich in RUM durch. Ein völlig absurder Zug, gerade in einer solchen Situation! Ich habe daraufhin Italien aufgefordert, solchen Blödsinn sein zu lassen und das Ganze wieder rückgängig zu machen. Lange Rede, kurzer Sinn: Es kam zu einem kleinen, ziemlich sinnlosen Muskelspiel rund um RUM. Frankreich hat diese Situation geschickt ausgenutzt, um sich in Osteuropa gut zu positionieren. Der seit Monaten lodernde interne Konflikt zwischen Italien und der Türkei hat letztlich dazu geführt, daß Frankreich sein Solo durchziehen konnte.

Die letzten paar Runden waren ein reiner Stellungskrieg mit mehr oder weniger ernstgemeinten Draw- oder Kapitulationsangeboten. (Ich weiß gar nicht, wieviele das in toto waren.) Ich denke, daß gerade Frankreich hier auf einen Ermüdungseffekt gesetzt hat, sprich: Anträge stellen und dann selbst dagegenstimmen.

Daß es letztlich nicht zu einem 3er-Draw gekommen ist, liegt, auch wenn Frankreich super gespielt hat, ausschließlich am Zwist zwischen der Türkei und Italien.

Interessant ist übrigens auch die Statistik über die Anzahl der versendeten Nachrichten - ganz unabhängig vom jeweiligen inhaltlichen Gewicht. Die Nationen erhielten von der Türkei in dieser Partie Nachrichten in folgender Größenordnung:
E: 12
Ö: 18
R: 70
F: 74
D: 81
I: 116

An dieser Stelle noch einmal einen herzlichen Dank an unseren Spielleiter und herzliche Glückwünsche an den Solo-Sieger Frankreich!


Frankreich

Der Start war etwas holperig, ich wollte mit D gegen E, aber D "zierte" sich noch, mit E hatte ich aber auch netten Kontakt. Also hab ich einem Western Tripple zugestimmt, um Zeit gegen E zu gewinnen.

Irgendwie kam dann die Idee auf, ich solle H1901 BEL nehmen. Ich wollte es zwar nicht haben, aber sollte ich das Geschenk ablehnen?

So kam es, dass ich Anfang 1902 sehr gut da stand, aber die lieben Nachbarn waren doch etwas verstimmt wegen meiner Aufbauten. Immerhin war mein Ziel E und nicht I, wie D und E es wollten.

Um das Ganze zu kaschieren, ließ ich mir von D die Vorzüge und Möglichkeiten der konditionierten Aufbauten erklären. Die Rolle des Anfängers, der man gerade die Notation der Züge kannte, hab ich dann länger beibehalten, um D etwas in Sicherheit zu wiegen.

So wurde dann ein Western Tripple gespielt, in dem Frankreich echt komische Züge abgab und auch ganz viel Schelte aus D bekam. Ach, ich Dummerchen.

Tja, und dann stand ich plötzlich in England und die englische Verteidigungstruppe in Norwegen. Aus D kam wieder Schelte: zu früh, sag doch Bescheid...

Es wurde dann ein wirklich interessantes Spiel um die Insel und E hat wirklich gut verteidigt. Die entscheidende Rücklandung der Truppe aus Norwegen konnte ich mit deutscher Unterstützung zum Glück verhindern und kam nebenbei nach NTH. So richtig Unglücklich war ich nicht;-)

Irgendwie kam ich auf der Insel gut voran, aber leider war da plötzlich doch noch die Truppe von E (vertriebene Flotte, die auf einen Rückzug verzichtete), die mich wirklich lange beschäftigt hat. E hat wirklich sehr guten Widerstand geleistet, Respekt!

Die Großlage zu dem Zeitpunkt war aus meiner Sicht, dass m Osten ein Juggernaut befürchtet wurde. Daraus ergaben sich, dass
- D gegen R ging
- I knapp gegen T halten konnte (mit meiner Unterstützung)
- Ö, gab es Ö? Öhhh...

Ich half halt D und I nach Kräften, sickerte in deren Linien ein (z.B. A TYR) und sammelte E ein;-))

Aber dann bekamen sich T und R für mich völlig unverständlich in die Haare, was dazu führte, dass D und I vorwärts kamen. Sogar massive VZ Gewinne waren in Sicht. Zusätzlich wusste ich, dass D und I sich gut verstehen.

So änderte sich die Lage für mich dramatisch!

D und I konnten plötzlich jeder zwei Aufbauten machen. I bot mir zwar als Gegenleistung VIE an, aber wie sollte ich das VZ längerfristig halten (außer mit schönen Worten)?

D wollte der Gerechtigkeit willen BEL von mir, da ich ja mehr VZ hätte als er. Stimmte zu dem Zeitpunkt, aber langfristig war es schlecht für mich. Er konnte mir auch den strategischen Vorteil nicht darstellen.

Wenn ich das alles zugelassen hätte, so währen R und T am Boden gewesen und ich hätte I und D langfristig nicht aufhalten können.

Und so griff ich zur Notbremse mit eingebautem Bremsfallschirm und wurde meinem Namen Guill O. Tine gerecht.

Ich hatte zwar noch die Armee von E auf der Insel, aber das musste halt irgendwie gehen. I nahm ich die Heimat VZ, um Aufbauten zu verhindern. Nebenbei sollte so T, der eigentlich mit dem Rücken zur Wand stand, entlastet werden. Hauptangriffsziel war D, der nun plötzlich in einem Zweifrontenkrieg stand, aber auch R und I hatten einen Zweifrontenkrieg. Meine Hoffnung lag dabei auf T, mit dem ich bisher guten Kontakt habe.

Der Plan war gut, aber Pusteblume...

- T sagte sofort, dass er I und R nicht weiter angreifen will
- I trat zwar in Verhandlungen zur Rückgabe der VZ ein, aber das war wohl nicht ernst gemeint.
- D und R verstanden sich sofort
- E leiste leider weiter guten Widerstand

Hey, 5 gegen 1 ist unfair :heul

Ich denke mal, dass D da massiv seine Finger im Spiel hat und eine mögliche Solodrohung von mir herausgestellt hat. Gute diplomatische Leistung!


Ich hab mich dann auch tränenreich bei D entschuldigt und von Fehleinschätzung etc. gesprochen. Ich mimte weiter den Anfänger...

So musste ich dann langsam die VZ in Italien zurückgeben und im Umkehrschluss T indirekt verstärken. Gleichzeitig musste E schnell weg (was leider nicht so ganz und gar nicht gelang) und irgendwie musste ich in D vorwärts kommen. Und das ganze bitte flott flott, bevor R im Norden seine Flotten aktiviert. Also Brechstange ausgepackt und ein hohes Risiko auf Verluste eingegangen...

Zu meinem Glück gab es eine schlechte Verteidigung/Koordination zwischen D und R und ich stand plötzlich in Kiel!

Wie gut, dass ich immer einen guten Kontakt zu D gehalten habe. Wir hatten uns zwischendurch schon angenähert und nun kam die große Überraschung für alle:

D und F verstanden sich wieder!

Kiel fiel nicht an F, sondern blieb bei D, da ich mich zurückzog
E flog raus, ich hatte ja plötzlich Zeit und freie Einheiten
R verlor SWE an D

Wir arbeiteten gut zusammen, D griff R an, I hatte noch das Heimat-VZ Problem und einen erstarkenden T. T unterstützte zwar R, aber das war nur schlecht für D und ich bekam dadurch Zeit.

Und plötzlich war R fast ganz raus, denn T hatte R gestabt und R dümpelte in STP rum.

R war sauer auf die Stabber D und T und hat mich somit nicht weiter belastet. Ich hab ihn nun ganz lange gehalten, denn die Flotte hätte nur mir gefährlich werden können.


Und dann kam der zweite Stab an D.

D wollte der Gerechtigkeit willen HOL von mir, da ich ja mehr VZ hätte als er. Stimmte zu dem Zeitpunkt, aber langfristig war es schlecht für mich. Er konnte mir auch den strategischen Vorteil nicht darstellen.

Ich hab den Satz von oben kopiert und nur "BEL" gegen "HOL" getauscht, wir hatten das schon mal und ich reagierte wieder gleich: Angriff auf D

Tja, der Angriff schlug dann durch und kostete D die Heimat und Skandinavien. D konnte nur noch die Drawline organisieren (leider erfolgreich), in deren Mitte (WAR, MOS) er stand. Es kamen Diskussionen zum Thema Draw auf:

es sollte ein 4er Draw werde, ich müsse R vom Brett nehmen. Das Ganze im ruppigen Befehlston aus T.

Nun, der Ton kam bei mir nicht gut an, aber es gab ja noch R als Verhandlungsmasse;-) Ich stellte mich also auch Stur: Draw mit R und D oder ohne die Beiden. Den 5er Draw lehne T kategorisch ab.

Und so sollte es ein 3er Draw werden ohne D und R was auf einen Vorschlag von I als Vermittler zurückging, da die diplomatischen Fronten zwischen T und mir verhärtet waren.

Ich zog mich also massiv zurück und überließ D seinem Verhandlungsgeschick und T.

Aber es gab da was, woraus ich einen möglichen Konflikt zwischen T und I ableitet:
T war am Brett nicht so ganz beliebt wegen seiner Verhandlungsführung (das Wort Diplomatie währe unangebracht), die auch bei I negativ angekommen war. Dann gab es noch die Einnahme von VIE durch I. Es war zu erwarten, dass T das nicht gut fand.

Nun, den Konflikt hab ich versucht zu verstärken, indem ich I gebeten habe, darauf zu achten, dass er von den beiden deutschen VZ eins abbekomme. Ich hab sogar I einen narrensicheren Plan für die Einnahmen von WAR und MOS gegeben, um die Drawline gegen mich zu sichern. Ohne es auszusprechen hatte ich so versucht, bei I die Angst vor einem 2er Draw zwischen T und mir zu schüren;-)

Zusätzlich stellte ich mich so stark passiv auf, dass ich scheinbar keine Gefahr mehr darstellte (BOT/BAL leer, STP mit Flotte besetzt). Was irgendwie ging, stand hinten, im Mittelmeer hatte ich nur noch die Halteposition, denn da spielte die Musik nicht.
Ich hatte aber immer im Hinterkopf, dass ich nur einen Zug für den Aufmarsch brauche;-) Ich zog alles, was ging, um T den Eindruck zu vermitteln, er hätte Zeit für einen Angriff auf I.

Irgendwie spielten die beiden anders als von mir vorgeschlagen und I stand plötzlich in RUM;-) Ich war nicht unglücklich darüber.

Das war dann der Zeitpunkt, jede Kommunikation einzustellen und weiter passiv zu stehen. Einen "dummen" unsupporteten Zug nach SIL wollte ich versuchen und weiterhin scheinbar passiv stehen. Alle Züge waren so abgegeben, dass ich es noch also "wie, ich bin reingekommen" hinstellen konnte. War aber nicht nötig, denn...

Es war eine Jubelauswertung: MOS - UKR

T räumte die Drawline und ich stand auch noch in SIL!!!

Also: vorwärts!

Hautpangriffsziel war BOH, aber es hat restlos _alles_ geklappt.
Parallel haben sich I und T um RUM geprügelt und MOS blieb leer...

Der Rest ging schnell:

- WAR leerbouncen
- LVN nachlanden
- BOH nicht verlieren

Danach hatte ich drei sinnvolle Angriffsvarianten auf das 18 VZ mir jeweils nur einer passenden Gegenvariante...


Tja, zu den Spielern:

D haben ich identifiziert: Lucas Mayer
Er ist in einer von mir geleiteten Partie Ersatzspieler und die Mailzeiten lagen teilweise nur Minuten auseinander. Ich hatte immer netten Kontakt mir ihm und er hat restlos alles versucht, selbst nach dem 2. Stab noch. Ein guter Diplomat halt.

Ich ziehe meinen Hut vom dem letzten E, der trotz der zu erwartenden Niederlage super gekämpft hat und mir so das Leben lange erschwerte. Dieses war die Basis für die Bedrohung, die aus den russischen Flotten bestand.

Von Ö hab ich fast nicht gehört, leider...

R war etwas spröde und als ich den Deutschen das erste Mal gestabbt hatte, leider etwas ablehnend bezüglich einer gemeinsamen Verteilung von D. Als er von D und anschließend auch noch von T gestabbt wurde, besserte sich das Verhältnis natürlich. Zum Schluss war er leider nur noch Verhandlungsmasse im Draw, was seiner Rolle eigentlich nicht gerecht wurde...

Mit I war ich mir anfangs einig, dass wir uns nicht tun. Als er unter Druck kam, brauchte er meine Hilfe genau zu dem Zeitpunkt, wo im Tripple mein Aufmarsch gegen I besprochen wurde. Eine bessere Tarnung (für meinen Angriff auf E) gab es nicht für mich;-) Nach dem Tritt in seine Heimat VZ haben wir zwar noch Verhandlungen geführt, aber es war zu offensichtlich, dass er gegen mich gehen will... Also musste ich hinhaltend spielen, um T erstarken zu lassen. leider hatte I mit T zwischendurch seinen Frieden geschlossen und auch unser Mailkontakt wurde wieder besser. Ich hätte gerne mit I ein Draw gemacht, es hätte zum Spielverlauf und den Kontakten gepasst, aber...


T...
T...
tja, was soll ich sagen...

Anfangs hatten wir guten Kontakt bis er merkte, dass ich I stütze. Dann fing es an zu kippen.

Als ich dann I ausgebremst hatte, kam sofort eine Mail von ihm:
Kurzform: ich helfe Dir nicht zu Deinem Solo.

Er stellte immer wieder die Kommunikation ein.
Also ehrlich, da wurde ich nicht warm.
Es kam nie zu einer sinnvollen Kooperation zwischen uns, um z.B. einen 2er Draw zu organisieren, obwohl ich das ganze Mittelmeer geräumt hatte.
Im Gegenteil: als der Ton von T noch weiter in den Keller ging, hab ich D und I einen 3er Angeboten, wenn Sie T rausnehmen.

Ohne T und sein "Verhandlungsverhalten" währe dieses Solo nicht möglich gewesen.



Deutschland

Lieber Stefan, Liebe Mitspieler

Vielen Dank für diese interessante Partie. Sie hat mir wirklich sehr viel Spaß gemacht. Vor allem da alle sehr fleißig geschrieben haben.
Zur Partie:
Ich wollte anfangs ein F-D-Bündnis installieren. Leider war Frankreich zögerlich, sodass es zu einem Western Triple umorganisiert wurde. Es stellte sich heraus, dass England teilweise sehr schlecht geführt wurde und häufige Herrscherwechsel ertragen musste. Gleichzeitig hatte sich im Osten ein Juggernaut gefestigt der bedeutende Ausmaße annahm. Österreich hatte sich mMn etwas blind verhalten und war ins russische Messer gelaufen.
Das hatte für mich unliebsame Konsequenzen: Ich musste den sehr starken Russen eindämmen und Frankreich den Löwenanteil der Insel überlassen. Russland eindämmen klappte sehr gut. Leider kam der erste französische Stab. Für mich unverständlich, da ich keine Bedrohung war und F gleichzeitig Italien angriff.
Jetzt spielte ich 3 Züge auf Halten mit R,T und I. Allerdings wäre ich sicher F zum Opfer gefallen und stand kurz vor dem Ruin. Also machte ich F ein neues Bündnisangebot und er willigte ein.
Der Schlag saß! Russland war runter auf 2 VZ. Ich hatte die Oberhand im Osten und Frankreich im Mittelmeer. Dann kam der zweite französische Stab. Wiederum u8nvwerständlich für mich, da nun ein 3er Draw praktisch entschieden war. Es wäre in meinen Augen besser gewesen den Stab ein paar Runden später anzusetzen oder mit mir auf 2er Draw zu spielen.
Jetzt versuchte ich irgendwie in einer Stalemate gegen Frankreich unersetzlich zu werden, was anfangs nicht klappte. Dennoch vernichteten T und I mich nicht. Warum? Weiß ich nicht es war gefahrlos möglich. Dann zu einem Zeitpunkt an dem Frankreich gefährlich wurde wurde ich dann herausgenommen. Leider hatten T und I auch noch Glück und F hatte nicht das Solo geholt.
Ich schied also aus der Partie mit der festen Überzeugung aus, dass es einen 3er Draw geben würde. Ich weiß nicht was in Konstantinopel oder Rom schief gelaufen ist, aber das französische Solo war absolut vermeidbar nach meinem Ausscheiden.

Ich möchte hiermit Frankreich herzlich beglückwünschen. Es war eine ausgezeichnete Leistung vor allem diplomatisch, auch wenn ich mich in ein paar Situationen ganz anders verhalten hätte.

Jetzt das große Raten:
England: Wurde sehr wechselhaft geführt. Mehr schlecht als recht. Der letzte Engländer kann meines Erachtens nichts dafür. Dennoch weiß ich nicht, wer er ist.

Österreich: Ist am Anfang T und R voll auf den Leim gegangen. Da das Wort "weißt" Irgendwann mit "[pieep]t" geschrieben wurde denke ich Ö war Jörg Weiß

Russland: Hat klasse gespielt. Vielleicht der stärkste Spieler in der Runde. Leider musste ich ihn ausschalten. Könnte vom Verhandlungsaufbau Lothar Gilch gewesen sein.

Türkei: Hatte ich arge Probleme. Die Verhandlungsführung war sehr aggressiv und hart am Rande, was mich in Frankreichs Armee getrieben hat. Da alle Urlaube so gut gepasst haben: Jan Steyer.

Italien: Diplomatisch sehr hohes Niveau. Immer freundlich und nett. Auch wirklich ein sehr guter Spieler. Vielleicht Marcel Heymuth

Frankreich: Mein geliebter Feind! Die Hälfte meine Mails habe ich an ihn geschrieben. Wir haben manchmal 10 Mails am Tag gewechselt. Klar, dass ich weiß, wer er ist: Dr.Stefan Zeller!

Abschließend vielen Dank an Stefan für die sehr gute und souveräne Spielleitung.

Ich freue mich schon euch in einer nächsten Partie wieder zu sehen. Dis dahin:

Viele Grüße
Lucas



Italien

Italien war noch nie meine Stärke und auch in dieser Partie sah es am Anfang nicht gut aus. Österreich erwies sich als zu schwach, um mir als Bündnispartner zu nützen, Türkei versuchte offensichtlich mich zu verarschen, indem er von Bündnis und Abmachung faselte, aber gleich zwei Flotten aufbaute und nach East drängte, ohne mir sagen zu können, was er dort suchte und Russland konnte mir nicht helfen, da er durch die deutsche Angriffe selbst unter Druck stand.
 
So wand ich mich an Frankreich in der Hoffnung, dass er mich in den Angriff gegen Osten unterstützt und meine Heimat-Vz in Ruhe lässt. Leider ging diese Hoffnung bald zunichte und Frankreich begann zu plündern. Da Frankreich zu dem Zeitpunkt selbst nicht so recht wusste, was er wollte, konnte ich meine Heimat zurückgewinnen, doch musste ich dafür Vz an die Türkei abgeben.
 
Glücklicherweise war Türkei inzwischen überzeugt, dass nur ein gemeinsames Vorgehen den inzwischen stark angewachsenen Franzosen aufhalten kann. Allerdings hatten wir das Problem, dass wir zu viele nutzlose Flotten und zu wenige Armeen hatten. In dieser Phase hätten wir schnell einen draw erzwingen können, wenn wir durch wechselseitige Vz-Übergabe Armeen gebaut hätten, doch davon wollte Poldi nichts wissen. Zunächst planten wir daher die deutschen Vz mit ein, jedoch stellte sich das als Hindernis für weitere Verhandlungen mit Guill dar.
 
Darauf beschloss ich, entgegen den Abmachungen mit Poldi, Deutschland aus dem Spiel zu werfen und übernahm türkische Vz, um die dafür notwendigen Armeen frontnah aufbauen zu können, da ohne diese Armeen ein draw nicht möglich war. Das hätte auch zwingend zum draw geführt, wenn Poldi nicht die wichtigen Stalemate Provinzen im Norden verlassen hätte, um ein für ihn völlig bedeutungsloses Vz zurückzuerobern.
Vermutlich hat Poldi mit dieser Aktion einigen Mitspielern einen Gefallen getan. Ich noch nie erlebt, dass ein Spieler bei seinen Mitspielen derart unbeliebt ist und sie werden es als Genugtuung betrachten, dass er nicht an einem draw beteiligt ist.
 
Gratulation an Guill für den völlig verdienten Sieg und vielen Dank an Stefan U. für die perfekte Spielleitung.
 
Viele Grüße
Stefan

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